Donnerstag, 14. März 2013
Ruhe
Das Leben fühlt sich besser an. Beinahe so, als wäre niemals etwas gewesen. Stille, kein Ärger. Es ist wirklich ruhig. So ruhig, dass es beinahe langweilig ist. Tage vergehen, hinterlassen keine Spuren. Die Erde dreht und dreht sich weiter und weiter.
Doch versteckt diese Ruhe bloß, wie uns die Kontrolle entgleitet. Die Langeweile verbirgt unsere Kurzlebigkeit. Wir haben gar nicht genug Zeit, um alle unsere Träume zu verwirklichen.
Am Ende stehen wir als die Verlierer da.



Mittwoch, 13. März 2013
Zweifel
Sie wollen einfach nicht verschwinden, verfolgen mich überall hin. Tue ich das Richtige? Bin ich gut genug? Oder werde ich vor eine Wand fahren. Alle Enttäuschen. Was ist richtig und was ist falsch?

Auf mein Herz hören, dass ist so einfach dahin gesagt. Besonders dann, wenn man sich in einer unbekannten Situation befindet. Wohin soll man gehen, wenn der Weg im Nebel liegt? Da ist keine Stimme, die mir den Weg weißt, mich leitet. Nein, ich muss da alleine durch.

Und wen am Ende des Weges doch nur Enttäuschungen und weitere Zweifel liegen?



Donnerstag, 7. März 2013
Angst
Sie ist wieder da.

Angst zu scheitern.
Angst zu versagen.
Angst zu verletzten.
Angst vor Schmerzen.
Angst zu enttäuschen.
Angst vor der Angst.

Angst vor Allem.



Mittwoch, 6. März 2013
Eine gute Freundin sein
Es ist schwierig, eine gute Freundin zu sein, die immer da ist, verständnisvoll, aufbauend. Die mit einem lacht, weint, den Schmerz versteht. Besonders schwierig ist es jedoch, wenn man feststellen muss, dass der gegenüber genau das nicht versucht.

Ich bin zwischen die Fronten geraten, mal wieder.
Zwei sehr gute Freundinnen vertrauen sich nicht mehr, haben gestritten und schweigen sich nun an. Und ich kann für keine von beiden Partei ergreifen, weil ich beide unheimlich gut verstehen kann. Ich will helfen, doch ich weiß nicht wie.
Es ist verzwickt, wirkt aussichtslos.
Ich kann nichts tun.
Nichts, außer für beide da zu sein und sie dazu zu motivieren, aufeinander zuzugehen.

Ich war selbst in dieser Lage, in der ich eine Freundin verlor, weil sie das Vertrauen zerstört hatte. Heute reden wir miteinander, bleiben jedoch distanziert und ich frage mich, ob es wirklich so enden musste. Könnten wir heute, wo wir beide reifer geworden sind, wieder befreundet sein?

Muss der Streit meiner beiden Freundinnen so enden, wie meiner damals?
Ich will es nicht so enden lassen, doch ich habe keinen Einfluss darauf. Ich kann das Vertrauen zwischen den beiden nicht wieder herrstellen.
Dabei will ich es doch so gerne...



Donnerstag, 28. Februar 2013
Keine Angst mehr
Ich hatte immer Angst vor dem Ende der Schulzeit. Jetzt, wo es näher und näher rückt, da ist diese Angst plötzlich verschwunden. Keine Angst, bloß sehnsüchtiges Erwarten, weil der Abistress doch zu viel geworden ist.
Die nächsten fünf Jahre meines Lebens sind verplant, der weitere Kontakt zu meinen Freunden gewährleistet, die unangenehmen Dinge werden verschwinden. Wovor hatte ich also Angst?

Ich schaue weder in eine ungewisse Zukunft, noch werde ich alleine sein. Heute sehne ich das Ende herbei. Und ich weiß, nach einer letzten Kraftanstrengung, die sich Abitur schimpft, werden alle Sorgen der letzten dreizehn Jahre vergessen sein.
Ach, wenn man die Zeit doch vordrehen könnte, ich würde diese Chance sofort ergreifen.



Dienstag, 26. Februar 2013
Erste Ergebnisse meiner "Schreibwut"
"Die Dukelhaarige leerte das Glas Whiskey in einem Zug und orderte sofort ein weiteres.
Der Alkohol half – zumindest ein bisschen. Sie fragte sich ununterbrochen, ob sie nicht etwas übersah. Ein kleiner Hinweis. Irgendwas, das sie auf der Suche nach ihrem Bruder weiterbrachte. In jedem gottverdammten Ort, an dem das kleine Team, dem sie unterworfen war, Rast machten, begab sie sich von neuem auf die Suche. Erfolglos. Nicht eine winzige Spur hatte sie in den vergangenen Monaten entdecken können.
Sie stellte das nächste Glas leer auf den Tresen.
Die Gildenmitglieder verloren langsam die Geduld, das wusste Alison genau. Irgendwann musste sie sich für ihre Alleingänge verantworten müssen und der Grund würde besonders dem Chef der Gilde überhaupt nicht gefallen.
„Schänken sie mir noch einen Whiskey ein!“, brummte sie den Wirt an.
Dieser warf ihr einen Blick zu, den sie nicht zu deuten vermochte. Vermutlich fragte er sich, wie eine junge Frau an einem Abend so viel Whiskey trinken konnte, ohne halbtot kotzend am Boden zu liegen. Die Antwort war denkbar einfach: In den letzten Monaten hatte Alison nach ihren erfolglosen Suchen so oft Bars und Kneipen aufgesucht, dass ihr Körper kaum noch auf den Alkohol, den sie sich einflößte, reagierte.
Nachdem Alison auch das letzte Glas ausgetrunken hatte, stand sie auf und legte etwas Geld auf den Tresen. Gestohlenes Geld. Sie rümpfte höhnisch die Nase. Was für ein Leben war das nur, das sie zu führen verdammt war. Verflucht. Abscheulich!
Seid die Gilde „Crystal Moon“ vor einiger Zeit als abtrünnig erklärt worden war, befand sie sich nun ununterbrochen in Geldnot. „Verdammte Scheiße!“, dachte sie sich, wenn sie daran dachte, wie die damals ehrenvolle Gilde sich in eine Bande aus Dieben gewandelt hatte. Sie hatte ihren einstigen Sinn verloren, zog nun durch die Lande, um ehrlose Aufträge zu erfüllen und nebenbei etwas Geld zu stehlen.
Als Alison die Tür der Kneipe öffnete, kam ihr ein Schwall frischer Luft entgegen. Es war eine sternklare Nacht und der volle Mond spendete genug Licht, um die Umrisse der Straßenzüge sichtbar zu machen. „Straßen... wohl eher Trampelpfade!“, grummelte Alison argwöhnisch.
Sie hatte es einmal so gut gehabt. Crystal Moon war eine angesehene Gilde gewesen, die ihren Mitgliedern ein angenehmes Leben hatte bieten können. Doch jetzt ging es bergab mit Crystal Moon. Was die Mitglieder führten, ließ sich kaum noch Leben schimpfen, jedoch war jeder einzelne von ihnen auf die Gilde angewiesen. Außer ihr hatten sie schließlich nichts. „Bis auf ihre Einstufung als abtrünnige Magier.“, stellte Alison genervt fest, während sie sich ihren Weg durch die verwinkelten Gassen der Kleinstadt bahnte.
Der Saum ihres Umhangs schlug ihr um die Fußgelenke, als sie in eine Gasse einbog, in der ein kühler Luftzug wehte. Alison vernahm aufgeregte Stimmen aus einem der dicht beieinander stehenden Gebäuden. Glas zerbrach und wenige Augenblicke später wurde die Tür der Kneipe von innen geöffnet. Ein Schrank von einem Mann schwankte betrunken ein paar Meter vor Alison auf die Gasse hinaus.
Jede andere wäre vermutlich ängstlich umgedreht und hätte sich so schnell wie möglich aus dem Staub gemacht, bevor der Betrunkene handgreiflich wurde – Alison nicht. Sie verlangsamte nicht einmal ihre Schritte. Warum auch? Sie war schließlich eine Magierin – und zwar eine verdammt mächtige. So mächtig, dass sie sogar den anderen Mitgliedern von Crystal Moon Angst einjagen konnte, wenn sie wütend wurde.
Es war daher üblich, dass man Alison aus dem Weg ging, ihre Entschlüsse nicht in Frage stellte und ihr nicht zu viel Macht überließ, damit niemand Schaden davontrug. So war sie in all den Jahren, die sie in der Gilde verbracht hatte, ein einfaches Mitglied geblieben, das die Aufträge auszuführen hatte, die der Gildenchef erteilte. Meist waren es die Aufträge, die sonst niemand machen wollte. Die, bei denen Alison keine Magie einsetzten musste.
Es kam, wie es kommen musste. Der Betrunkene schwankte auf die junge Frau zu, lallte unverständliche Worte vor sich hin und kam Alison bedrohlich nahe. Alles, was sie tat, war dem Mann direkt in die Augen zu schauen. Dieser blieb Sekundenbruchteile später wie versteinert stehen, während Alison ihren Weg fortsetzte.
Totenstille."



Inspiration
So schlecht es einem auch gelegentlich gehen mag, so kann man doch auch darauf Energie schöpfen. Ich zum Beispiel verarbeite meine Gefühle gerne in Geschichten, die ich schreibe. Diesmal soll es ein Roman werden, der genau an dem Punkt ansetzt, an dem ich mich gerade gefühlsmäßig befinde.

Ich schreibe unglaublich gerne und ziehe aus alltäglichen Erlebnissen meine Inspiration. Überall warten Geschichten darauf, erzählt zu werden, man muss bloß mit offenen Augen durch die Welt spazieren und sich dazu hinreißen zu lassen, zu träumen.



Raus hier!
Es ist wieder einer dieser Tage.
Einer dieser Tage, an denen alles aus dem Ruder zu laufen scheint.

Wohin sollen wir laufen, wenn es keinen Ausweg gibt?
Wie sollen wir handeln, wenn es kein Falsch und Richtig mehr gibt?
Wie kommen wir hier raus?

Augen zu und durch?
Ist es so einfach?
Wie lange werden die guten Zeiten diesmal auf sich warten lassen?

Die Luft ist raus, es fehlt die Energie, ich bin müde.
So müde.

Und doch, es geht nicht anders.
Die guten Zeiten werden zurückkehren und die Müdigkeit vergessen machen und das Warten wert sein.
Irgendwann.



Montag, 25. Februar 2013
Die Bedeutung von Freundschaft
Zum ersten Mal in meinem Leben bekomme ich ein Gefühl davon, wie wichtig Freundschaft wirklich ist. Sie gibt Halt und Sicherheit, freut und leidet mit uns und folgt uns auch an die entlegensten Gebiete der Erde.
Meine Freunde bedeuten die Welt für mich und ich würde mein Leben für sie hergeben. Ich weiß nicht, woher dieses Gefühl stammt und wie Freundschaft entsteht. Ich dachte sogar eine Zeit lang, ich wäre nicht in der Lage, neue Freundschaften zu schließen, doch ich wurde eines besseren belehrt.
Ich habe die Menschen gefunden, die mich vervollständigen. Die die Lücke in meinem Herz schließen. Sie verstehen mich ohne Worte, vollbringen es, mich immer und überall zum Lachen zu bringen, und geben mir neue Kraft, meinen Weg zu gehen.
Ohne meine Freunde wäre ich nichts.



Am Anfang meiner Geschichte
Und wieder einmal tue ich etwas, von dem ich nicht weiß, ob es mich in irgendeiner Art und Weise weiterbringen wird, wie es in letzter Zeit so oft der Fall ist. Diesmal beginne ich also, einen Blog zu schreiben.
Es geschieht so viel um mich herum. Ich versuche, den Überblick zu behalten, doch sobald ich glaube, etwas unter Kontrolle zu haben, entgleitet es mir wieder. Ich suche nach einer Konstanten, einem roten Faden. Irgendetwas, was mir den Weg durch das Chaos meines Lebens weist.
Ich stehe hier, mittendrin in meiner eigenen Geschichte, deren Ende noch geschrieben werden muss.